Einer weiß mehr

Uraufführung: 6. März 2002

Darsteller: Monika Abeldt-Tiedemann, Rüdiger Büll, Freya Dyck, Ulrike Hesebeck, Marc Krückemeier, Birte Ohlfest, Andreas Ruß, Rüdiger Schumacher, Kerstin Vasel/Marion Böhme

In der sonst recht behäbigen Kurklinik Döseau herrscht Aufregung: Ein gewisser M., seines Zeichens ehemaliger Kommilitone von Chefarzt Dr. Keller, kündigt in einem geheimen Brief eine Überprüfung durch die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) an. Die Sekretärin Mechthild Jansen ist völlig aufgelöst, weiß sie doch alles über die Unregelmäßigkeiten der Klinik, wovon es natürlich viele gibt.

Putzfrau Erna Schmidt weiß auch alles, aber wer nimmt sie schon ernst. Sehr zum Ärgernis von Mechthild Jansen kommt sie wegen ihrer Schnüffelarbeiten der eigentlichen Tätigkeit kaum nach.

Aber wer ist der Prüfer? Der Zivildienstleistende Olli und Schwester Agnes beteiligen sich am heiteren Raten. Zur Auswahl stehen wohl aber nur die beiden neuen Gäste Hans Fischer und Kurt Kramer. Die beiden Patientinnen Charlotte von Godau, die als Privatpatientin immer auch Wert auf eine intensive und besonders private Behandlung legt, und Gudrun Reichel sind schon einige Tage länger da. Sie scheiden daher als Prüfer wohl aus. Auf Dr. Keller haben es offensichtlich beide abgesehen, der als Casanover bekannte, lässt Gudrun zunächst etwas zappeln.

Besuch aus Blankenese von Sohn und Schwiegertochter vermöge den Aufenthalt von Reederwitwe Charlotte nicht gerade zu bereichern. Karin und Max wollen die alte Dame nur aus dem Haus an der Elbchaussee vergraulen, damit der Psychiater von Karin einziehen kann. Den hat sie auch dringend nötig, wie auch ganz schnell die Zuschauer merken. Kein Wunder also, dass Max daheim „voll unterm Pantoffel“ steht.

Kurt Ede Kramer stellt sich im weiteren Verlauf als Macho der allerübelsten Sorte heraus, was selbst Dr. Keller auf den Plan ruft, um Gudrun „zu beschützen“, die dem natürlich nicht abgeneigt ist. Kann ein solcher Typ ein Prüfer sein? Putzfrau Erna vermutet ja eher, dass Hans Fischer der Prüfer ist und lässt sich für ihr Schweigen mit Naturalien bezahlen. Neben ihrem Lohn scheint der Informationshandel doch eine weit lukrativere Erwerbsquelle zu sein. Doch können so viele Informationen tatsächlich helfen?

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